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Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln
Lieber Leser,
Seit dieser Woche sind also in allen deutschen Bundesländern die Sommerferien vorbei und die letzten Schulanfänger sind nun auch eingeschult worden. Doch die im Rheinland I-Dötze genannten Erstklässler haben in NRW ab dem 24.09.07 wieder Kartoffelferien. Und um Grombiere, Grumber, Tüfte, Erdäpel - also Kartoffeln dreht sich heute alles...
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr ICONY-Team
Kartoffelferien
Ja die Kartoffelferien beginnen in den nächsten Wochen wieder. Aber warum heissen die Kartoffelferien Kartoffelferien? Richtig, weil früher die Kinder auf dem Land schulfrei bekamen, um bei der Kartoffelernte zu helfen und am Abend die nassen, schweren Säcke und Körbe zum Hof zu schleppen. Heute ist das zum Glück nicht mehr so. Auf dem Land helfen die Kinder evt. noch im heimischen Gemüsebeet Unkraut zu jäten, aber wohl kaum beim Bauern aus dem Ort Kartoffeln auflesen. In den Städten beschränkt sich diese Tätigkeit dann im Ernstfall noch auf das Giessen der Petersilie und das Beschneiden des Schnittlauchs auf dem Küchenfenster. Es gibt doch nix schöneres als Ferien!
Kartoffelausstellung
"Die dümmsten Bauern ernten die größten Kartoffeln" so lautet ein altes Sprichwort. Und um fest zu stellen, welche Kartoffel die dickste war, wurden anno Tobak Bauernfeste veranstaltet. Hier konnte dann jeder Bauer zeigen, wie gross seine Kartoffeln übers Jahr geworden sind, wie erfolgreich die Rinderzucht verlief oder welche Neuerungen es bei den Erntemaschinen gab.
Heute kennen wir diese Feste immer noch und besuchen diese auch jährlich in grossen Scharen. In den nächsten Wochen öffnen die zwei grössten Volksfeste in Deutschland wieder Ihre Pforten. Die Cannstatter Wasen und das Oktoberfest. Viel hat das nicht mehr mit den landwirtschaftlichen Festen bzw. Ausstellungen zu tun - aber vielen macht es Spass.
Wenn Sie noch eine Mitfahrgelegenheit zur Wiesn oder eine Übernachtung in Stuttgart suchen, aktualisieren Sie doch einfach Ihre Visitenkarte oder schreiben dies in Ihren Blog. Sie können natürlich auch direkt andere Benutzer aus der Gegend anschreiben und zu einem Wiesnspaziergang einladen. Der Einheimische kennt evt. auch noch das Festzelt mit den besten Brathendl. Wenn Sie dem ganzen Trubel aus dem Weg gehen wollen, können Sie sich ja auf ein heisses Date in Norddeutschland einlassen, oder gemütlich mit Ihren neuen Freunden kochen. O'zapft is.
Kartoffelrezept
Damit Sie ausser Salz-, Brat- oder Pellkartoffeln auch mal was anderes kochen, hier unser Vorschlag:
Weilerknutsch - Kartoffelpüree mit Speck und Zwiebel
Ein Gericht aus Hessen - Taunus
Zutaten 4 Personen
# 1 kg heisse Pellkartoffeln, schälen
# 250 ml Milch
# Milch
# Salz
# 150 gr Speck
# 40 gr Schmalz
# 50 gr Mehl
# 6 grosse Zwiebeln in Ringe geschnitten
Zubereitung
Gekochte, geschälte Kartoffeln zerdrücken und Milch unterziehen. Das Püree soll ziemlich fest bleiben. Während der Garzeit Schmalz mit Mehl zu einer hellen Einbrenne rühren, Milch zugeben und 10 Minuten unter ständigem Rühren auf kleiner Flamme köcheln lassen. Speck braten, herausnehmen, im Fett Zwiebelringe bräunen. Das Püree in eine vorgewärmte Schüssel anrichten. In das Püree eine Kuhle formen, Einbrenne, Zwiebeln und Speck mit dem Fett hineingiessen.
Dazu schmecken Bratwürste oder Apfelmus.
Weitere tolle Infos Rund um die tolle Knolle finden Sie auch bei http://www.toffi.net/
Geschrieben von ICONY Redaktion
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Tags für diesen Artikel: blog, dating, ferien, flirt, kartoffeln, kochen, Newsletter, schulanfang, suche, visitenkarte
Donnerstag, 6. September 2007
Wie glücklich sind Partnerschaften aus dem Internet?
Lieber Leser,
Quizfrage: welche Beziehung hat die statistisch besseren Chancen, dauerhaft zu halten: die, die in der Disco oder im Büro zustande kommt, oder die, bei der sich die Partner über das Internet kennen gelernt habe? Tja, diese Frage stellen sich natürlich alle Singles, die im Netz flirten. Aber nicht nur die - auch die Wissenschaft beschäftigt sich damit. Und genau deswegen können wir Ihnen in diesem Newsletter eine fundierte, auf aktuellen Forschungsergebnissen basierende Antwort auf diese spannende Frage geben ...
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr ICONY-Team
Machen Sie den ersten Schritt!
Zu unserer Freude erhalten wir bei ICONY wenig Klagen darüber, dass es mit dem Flirten in Internet nicht klappt. Und wenn dann doch mal etwas kommt, dann hapert es in der Regel mit der Anzahl der Flirts. Manch einer beklagt sich über mangelndes Interesse seitens des anderen Geschlechts. Anhand der Zahl an Flirt-Mails, Smileys, versandten SMS und Chat-Teilnehmer können wir sagen: bei uns wird wirklich sehr, sehr intensiv geflirtet. Woran liegt es also, dass mancher dies anders wahrnimmt?
Nun, es gibt durchaus Singles, die grundsätzlich nicht den ersten Schritt auf andere zu machen. Man wartet, bis man angeschrieben wird. Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Man fragt sich beispielsweise, ob man den Erwartungen des Anderen entspricht. Insgeheim überwiegt aber ein Gefühl: die Angst vor Enttäuschung.
Der Mensch ist nun mal ein Wesen, welches Sicherheit über viele andere Dinge stellt. Dies ist mittlerweile durch zahlreiche wissenschaftliche Versuche und Befragungen belegt. Dabei hat man etwa die Probanden vor die Wahl gestellt: Man hatte zu entscheiden, ob man 40 Euro ohne Risiko bar auf die Hand möchte. Alternativ konnte man aber auch 100 Euro bei einer Chance von 50 Prozent gewinnen. Die allermeisten Kandidaten wählten dabei die sichere 40-Euro-Variante und ließen dadurch die Chance auf einen höheren Gewinn aus.
Wenn man dies auf die Partnersuche im Netz überträgt, wählen sicherlich manche Menschen lieber die Frustration, keine Internet-Flirts abzubekommen als Alternative zu einer möglichen Enttäuschung, die aus einem Flirt entstehen könnte. Das ist allerdings keine gute Wahl. Nutzen Sie lieber die unzähligen Möglichkeiten, die sich beim Online-Dating bieten - wer das große Los ziehen will, muss auch den ein oder anderen Stolperstein auf dem Weg dorthin in Kauf nehmen. Sie werden aber sehen: es lohnt sich!
Partnerschaften aus dem Netz halten länger
Was glauben Sie, welche Beziehung hat die statistisch besseren Chancen: die, die in der Disco oder im Büro zustande kommt, oder die, bei der sich die Partner über das Internet kennen gelernt haben? Wenn Sie jetzt auf letztere Möglichkeit getippt haben, liegen Sie goldrichtig. Um ein Viertel länger halten Partnerschaften, die online zustande gekommen sind, als solche, die im "echten Leben" entstehen! Das hat die gerade veröffentlichte "Erste deutsche Digital-Charta" ans Tageslicht gebracht. Ihr Herausgeber, Prof. Jo Groebel, führt diese interessante Tatsache auf verschiedene Ursachen zurück: Einmal, so meint er, seien Menschen im Internet ehrlicher als im wirklichen Leben - zumindest, was ihre persönlichen Gedanken und Gefühle angeht. Offensichtlich fällt es uns im Schutz der digitalen Anonymität leichter, über Emotionales zu reden, als wenn wir einander Auge in Auge begegnen. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch virtuelle Flunkereien gäbe! Aber dass die besondere Situation vor dem Computer schneller zu intimen Gesprächen verlockt als die Kneipe nebenan, wo man doch eher zum oberflächlicheren "Wetter-Lieblingsfilm-Hobbys"-Smalltalk neigt, weiß wohl jeder, der auf beiden Wegen schon einmal geflirtet hat. Ebenfalls förderlich für die Entstehung der Liebe sind die E-Mails, die die meisten Partnersuchenden vor einem ersten Date auszutauschen pflegen, sagt Groebel. Sie entspannen die Atmosphäre bei der ersten Begegnung im wirklichen Leben - man weiß schon so Einiges voneinander; die Suche nach Gesprächsthemen ist einfacher, es besteht bereits eine gewisse Gemeinsamkeit, an die es sich leichter und lockerer anknüpfen lässt. Die Chance auf einen angenehmen, harmonischen Abend ist einfach größer, wenn man einander schon ein wenig einschätzen kann, beispielsweise eine Ahnung davon hat, welchen Humor der andere schätzt und wo er eher gequält das Gesicht verzieht und auf die Uhr zu schauen beginnt.
Last but not least verweist Groebel zu Recht auf die wesentlich größere Anzahl potenzieller Partner im Netz, die man sich ganz in Ruhe erst mal anschauen und sortieren kann, in der angenehmen Gewissheit, dass sie alle ebenfalls auf der Suche nach der großen Liebe sind (und nicht etwa dummerweise mit dem Muskeltypen verheiratet, der da gerade vom Herrenklo zurückkommt, während man selbst gerade erste Anbaggerversuche startet.) Er spricht von einem "emotionalen Supermarkteffekt" - naja, über die Wortwahl kann man natürlich streiten, aber inhaltlich hat der Mann sicher Recht, auch wenn wir es gerne etwas romantischer formuliert gehabt hätten. Aber so oder so: Sie dürfen sich als ICONY-Nutzer wieder einmal entspannt vor Ihrem Bildschirm zurücklehnen in dem beruhigenden Gefühl, dass Sie partnersuchtechnisch gerade absolut auf der Überholspur der Zukunft unterwegs sind. Schätzungen zufolge werden nämlich schon im Jahr 2025 rund 30 % der westeuropäischen Paare auf die Frage, woher sie sich kennen, mit "aus dem Internet" antworten. Und da die Online-Lieben ja so überdurchschnittlich haltbar sind, können Sie sich dann auf Ihrer Silberhochzeit als einer der Pioniere dieser neuen Form der Suche nach dem großen Glück feiern lassen!
Die schlechteste Datingsite der Welt ...
... sollten Sie allerdings vielleicht meiden, wenn Sie in den Genuss der obigen positiven Effekte des Online-Datings kommen wollen: www.poormatch.com. Netterweise wird aber gleich auf der Eingangsseite klargestellt, dass mit der großen Liebe hier nicht zu rechnen ist - eher mit einem "Trip durch die emotionale Wringmaschine und einem einzigartigen Cocktail aus Hoffnung und Verzweiflung". Was damit gemeint ist, machen die Erfolgsstorys auf der Seite schnell deutlich. Da bedankt sich beispielsweise Sue: "Ich habe ein paar wirklich abgefahrene Leute bei Poormatch kennen gelernt und gleich noch ein paar Stalker nebenbei mit aufgesammelt!" Oder wer könnte nicht mit MarkNice fühlen, wenn er schreibt: "Wir haben uns online getroffen und buchstäblich innerhalb von Sekunden bedauert, dass wir unsere Handynummern und Email-Adressen ausgetauscht hatten! Danke, Poormatch!"
Wer jetzt noch nicht entsetzt wieder geflüchtet ist, kann ja mal über die Schnellsuche wählen, wie er sich selbst bezeichnen würde. Zum Anklicken bieten sich mehrere Alternativen an: "Blödmann", "Idiot", "komischer Kauz", "Drogensüchtiger" oder dergleichen viel versprechende Selbstbeschreibungen - so viele, dass man sich kaum entscheiden kann. Dafür geht es dann unter "ich suche" ganz fix, denn da kann man nur eine Option klicken: "erbärmlichen Wegwerf-Sex". Hat man das hinter sich gebracht, öffnet sich ein ganzes Universum von Alptraum-Kandidaten vor einem! Da wäre zum Beispiel "systemiser", der als aktuelle Beschäftigung "vorformulierte Emails an 5000 Frauen auf dieser Seite rausschicken" angibt. Der ist doch wenigstens ehrlich, oder? Wer es lieber sportlich mag, wählt "masterfulcock69", der derzeit gerade "in eine Sportsocke masturbiert, während er an alte Freundinnen denkt". Oder vielleicht etwas Aufregendes? Dann am besten "wackydude", der "gerade deinen Aufenthaltsort mit Nadeln auf einer großen Karte markiert ...". An Weiblichkeit hätten wir "Schizoid" im Angebot, die in ihrem Profil erklärt: "Ich habe mir selbst gesagt, dass ich eine tolle Person zum Kennenlernen bin. Wir glauben auch, dass das stimmt." Oder ganz unwiderstehlich: "MollyBloom", die "langweilige, von sich selbst besessene Narzisstin". Ganz vorne liegt natürlich auch "CosyNites", die "filmsüchtige Alkoholikerin mit Rückgratskoliose". Da sieht man die gemütlichen gemeinsamen Abende mit der Zweiliter-Rotweinflasche und der DVD auf dem durchgesessenen Plüschsofa doch schon förmlich vor sich, oder?
Unser absoluter Geheimtipp für die Damen auf ICONY ist und bleibt aber der "Würger". Sein Profil wird doch zweifellos alle weiblichen Herzen höher schlagen lassen, wenn er schreibt: "Ich werde dir jeden Morgen 'Eier Benedict' servieren. Stundenlang will ich deine Fingerspitzen küssen. Wenn du weggehst oder auch nur aus meinem Blickfeld verschwindest, werde ich um dein Leben bangen und verlangen, dass du mir alle 15 Minuten eine SMS schickst, damit ich weiß, dass dein kostbares Herz noch schlägt. Unsere Beziehung wird aus nichts als Geschenken, Liebe, Händchenhalten und Zuneigungsbekundungen in der Öffentlichkeit bestehen. Und ich werde dich jedes Mal um Erlaubnis fragen, bevor ich mit einem von meinen Freunden ausgehe oder mit einer anderen Frau spreche!"
Wie jetzt? Das wäre Ihnen dann doch etwas zu besitzergreifend? Also Frauen wissen auch wirklich nicht, was sie wollen! Sonst jammern sie immer über bindungsgestörte Männer, und dann ist es ihnen auch wieder nicht recht ....
Geschrieben von ICONY Redaktion
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Donnerstag, 23. August 2007
Partnersuche im Internet boomt
Liebe Leser,
die Vögel pfeifen es von den Dächern - Online-Dating ist in. Diesmal
verbreitet die dpa diese gute Nachricht in der ganzen Republik. Dabei
ist das nur eine von vielen positiven Nachrichten rund um die
Partnersuche im Internet. Wussten Sie zum Beispiel, dass jeder fünfte
Österreicher schon einen Partner im Internet gefunden hat? Die schöne,
neue Welt der Partnersuche hält eben für jeden etwas bereit - selbst
für diejenigen unter uns, die lieber schweigen. Sie werden schon sehen
...
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr ICONY-Team
Partnersuche im Internet boomt
"Gleich und Gleich gesellt sich gern - auch im Internet. Ob passende
Blutgruppe, ähnlicher Musikgeschmack oder beidseitige Tierliebe: Der
Traumpartner ist nur einen Maus-Klick entfernt." Das schreibt die
Deutsche Presse-Agentur diese Woche - und Hunderte von Zeitungen und
Zeitschriften übernehmen diesen Artikel mit dem Titel "Partnersuche im
Internet boomt". Dazu passt eine Schlagzeile, die vor einigen Wochen
durch die Presse geisterte: Dating-Angebote sind im Netz erfolgreicher
als Musik-Downloads! Tja, man kann mittlerweile mit Fug und Recht
behaupten, dass die Partnersuche im Internet ein Erfolgsmodell ist.
Immer mehr Menschen nutzen diesen Weg, um ihren Traumpartner kennen zu
lernen. Wer hätte vor wenigen Jahren noch gedacht, dass Online-Dating
bei der Partnersuche einmal nicht mehr wegzudenken ist?
Viele Dinge sprechen dafür, auch das Internet bei der Suche nach einem
neuen Partner zu nutzen. Es ist billig, es geht zu jeder Tages- und
Nachtzeit - und man hat eine wesentlich größere Auswahl als etwa in der
Disco nebenan. Es gibt also eine Menge Gründe, jetzt Vollgas zu geben.
Der Herbst steht vor der Tür. Die Tage werden kürzer. Aber keine Bange:
mit einer Mitgliedschaft bei uns stehen die Chancen hoch, dass Sie
diesen Herbst eine Menge Spaß haben werden ...
Das Schweigen der Flirter
Gehören Sie auch zu denjenigen, die meinen, es werde heutzutage vieles
einfach zerredet? Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?
Oder haben Sie es mehr als einmal erlebt, dass es Ihnen angesichts
eines möglichen Traumpartners oder einer Traumpartnerin schlicht und
ergreifend die Sprache verschlagen hat und Sie daher Ihre Chance
verpassten, ihn oder sie anzusprechen? Dann haben wir hier eine ganz
neue Methode für Sie, Amor auf die Flügel zu helfen: Silent Dating!
Wie könnte es anders sein - natürlich sind die USA wieder mal die
Vorreiter bei diesem neuen Trend auf der Suche nach der großen Liebe.
Silent Dating funktioniert ganz ähnlich wie Speed Dating: sechs Minuten
sitzen sich jeweils zwei Singles gegenüber und versuchen
herauszufinden, ob sie einander gern näher kennen lernen würden, danach
wird gewechselt. Der wesentliche Unterschied aber: während des Silent
Datings darf nicht gesprochen werden! Lediglich handgeschriebene
Zettel, Mimik, Gestik und Lachen sind erlaubt, aber keine Worte. Klares
Vorteilssetting also für all diejenigen, die in Anwesenheit eines
attraktiven Flirtparters regelmäßig ins Stammeln verfallen, oder für
diejenigen, die es mit den geschliffenen Formulierungen ganz
grundsätzlich nicht so haben.
Wenn Sie wollen, testen Sie das Szenario doch mal mit einem guten
Freund oder einer guten Freundin - Sie werden erstaunt sein, wie lange
sechs Minuten plötzlich sein können, wenn man sich während dieser Zeit
nur anschweigt! Wissenschaftlich betrachtet würden drei Minuten ja
eigentlich auch ausreichen, behauptet zumindest der Beziehungsforscher
Karl Grammer: "Bei einem stehenden Bild reichen 100 Millisekunden, um
den anderen einzuschätzen. Bei bewegten Bildern, also bei einem echten
Treffen, dauert es so zwei bis drei Minuten", sagt er. Verarbeitet
werden in dieser Zeit ohnehin vor allem nonverbale Informationen: die
Form der Gesichter (die z. B. Aufschluss über Östrogen- bzw.
Testosteronlevel des Flirtpartners geben), die gegenseitigen Duftstoffe
(Pheromone lassen uns instinktiv erfassen, ob der andere bezüglich
seines Immunsystems gut als Fortpflanzungspartner zu uns passen würde),
und dann natürlich noch die Form des Körpers, die Art, wie sich der
andere bewegt - alles Indikatoren dafür, wie fit er oder sie ist und
welche genetische Ausstattung er unseren möglichen gemeinsamen
Nachkommen mit auf den Weg geben kann. Fällt unser (komplett unbewusst
ermitteltes) Urteil diesbezüglich positiv aus, fühlen wir uns von ihm
angezogen. Erst dann bekommt der andere überhaupt eine Chance, noch mit
anderen Aspekten seiner selbst zu punkten. Das ganze
Drumherum-Geschwätz ("bist du öfter hier?" - "nein, ich kenn hier sonst
auch niemanden" - "was trinkst du denn da?") ist also eigentlich völlig
überflüssig und lenkt nur ab. Silent Dating bedeutet also in gewissen
Hinsicht eine Reduktion auf das Notwendigste beim Flirten. Übrigens
nicht ganz unähnlich eigentlich der Situation in der Techno-Disco, wenn
man verzweifelt versucht, den gut aussehenden Typen am Tanzflächenrand
trotz einer Dauerbeschallung mit 110 Dezibel anzubaggern ...
Schau mir in die Augen, Kleiner!
Das weibliche Geschlecht dürfte übrigens hinsichtlich seiner
Treffsicherheit beim Silent Dating dem männlichen leicht überlegen
sein. Frauen können es einem Mann nach neueren wissenschaftlichen
Erkenntnissen nicht nur ansehen, ob er wahrscheinlich ein guter Vater
für ihre Kinder wird, sondern sogar einschätzen, ob er vermutlich eher
treu oder untreu sein wird.
Eine britische Studie ergab, dass Frauen Männer mit femininer wirkenden
Zügen als potenzielle Kindesväter bevorzugen, da sie ihnen mehr
Fürsorge und emotionale Wärme unterstellen als Geschlechtsgenossen mit
ausgeprägt männlichen Gesichtern (sprich:
kantiges Kinn, kräftige Nase, kleinere Augen). Sehr maskuline Gesichter
führten bei den Frauen auch dazu, die Männer für dominant und eher
geneigt zum Seitensprung zu halten. Für eine langfristige Beziehung
inklusive Familiengründung wählten die Frauen daher bevorzugt Männer
mit eher weicheren Zügen aus. Noch bessere Chancen hatten die Herren
der Schöpfung, die auf den Fotos eine gesunde Gesichtsfarbe aufwiesen.
Wer eher blässlich-kränklich oder mit Augenringen daherkam, flog eher
auf den "Aussortiert"-Stapel. Fitness und Widerstandskraft gegenüber
Krankheiten ist also offensichtlich ein wichtiges Selektionskriterium
für Frauen bei der Partnerwahl.
Tja, liebe männliche Flirter, da sollten Sie angesichts des
durchwachsenen Sommers vielleicht doch noch mal über eine Dauerkarte
fürs Solarium und etwas mehr Bewegung an der frischen Luft nachdenken.
An der Gesichtsform können Sie leider nicht viel drehen, die wird nun
mal durch Ihren Testosteronlevel bestimmt. Aber vielleicht können Sie
ja den Fotografen bei den nächsten Portraitaufnahmen fürs Online-Dating
bitten, mal ein bisschen Weichzeichner reinzuhauen ....
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