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Donnerstag, 11. Oktober 2007
Leuchtende Birnen und Chatten mit Gesicht
Liebe Leser,
heute haben es uns Herr von Ribbeck und seine leuchtenden Birnen angetan. Wir zeigen Ihnen, was unser renovierter Chat alles kann und blicken diesmal - wohin auch sonst - kurz in das Havelland westlich von Berlin.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr ICONY-Team.
Chatten mit Gesicht
Seit einigen Tagen ist unser neuer Chat online. Neben vielen technischen Weiterentwicklungen im Hintergrund, die Sie als Chatter primär durch eine noch stabilere Anbindung sowie schnelle Zugriffszeiten erfahren, wurden auch die Bedienung sowie die Optik modifiziert. Da Sie sicher nicht in die technischen Details und für normale Ohren kryptischen Fachbegriffe der Programmierung eingeführt werden wollen, beschränken wir uns auf die Dinge, die Sie sehen und direkt bedienen können.
Alle Navigationselemente befinden sich jetzt rechts aussen. Sie haben somit viel mehr Platz für den eigentlichen Chat. Sollte Ihnen dieser noch nicht genügen, können Sie die gesamte Navigation durch Drücken auf den kleinen Doppelpfeil oben rechts ein- [>>] bzw. ausklappen [<<].
Das optisch auffälligste sind sicherlich die Chatpics. Jeder Chatter kann sich ein Bild aussuchen, welches dann immer vor dem Benutzernamen angezeigt wird. Sie haben die Möglichkeit sich entweder eines aus unserer Sammlung an Chatpics auszuwählen, oder, was natürlich viel persönlicher ist, ein Foto aus Ihrer eigenen Galerie zu verwenden. Um sich Ihr Foto auszuwählen, müssen Sie einfach im Chatfenster auf den Navigationspunkt "Scrolling&Einstellungen" klicken. In der Online Liste sehen Sie, wer gerade in Ihrem Kanal chattet, mit den Angaben Name, Geschlecht, Alter und Wohnort. Sie können einzelne Personen anklicken, um Privat mit ihnen zu chatten. Wenn Sie öffentlich einen Kommentar schreiben wollen, brauchen Sie nur "Alle (öffentlich)" anzuklicken. Nachdem Sie Ihren Text abgeschickt haben, sind Sie wieder im vorherigen Privatmodus. Um den Privatmodus dauerhaft zu beenden, wählen Sie die einzelnen Chatter einfach wieder ab.
Unter Scrolling&Einstellungen können Sie u.a. die Scrollgeschwindigkeit der neuen Nachrichten anpassen, die Schriftgröße definieren und wie schon beschrieben, Ihr Chatbild konfigurieren. Wenn Sie lieber reinen Text bevorzugen, klicken Sie die Option "keine Chatbilder anzeigen" an, und die Fotos und Grafiken werden ausgeblendet. Wenn Sie dem allgemeinen Gespräch nicht folgen möchten, sondern sich nur auf ausgewählte Chatter konzentrieren wollen, klicken Sie einfach auf "nur privates anzeigen". Ihnen werden nur noch an Sie privat geschickte Nachrichten angezeigt. Sie können diesen Status auch nur kurzzeitig wechseln, um im grossen Wortgefecht eventuell privat erhaltenen Nachrichten nicht zu verpassen.
Im Bereich Kanäle können sie schnell und einfach zwischen den einzelnen Chaträumen wechseln bzw. den Chat nach erfolgreichen Debatten verlassen.
Unter Hilfe finden Sie besondere Chatbefehle und deren Anwendung. Dies sind beispielsweise Befehle wie ignore oder notify, sowie Funktionen die ein flüstern oder denken simulieren. Eine entsprechende Kurzbeschreibung finden Sie zu jedem Befehl.
Am besten erfahren Sie unseren neuen Chat aber einfach selber direkt im Gespräch. An die Tasten - fertig - los!
P.S: sollten Sie doch tiefgreifendere Fragen haben, können Sie diese direkt unserem Entwicklerteam im Chat stellen.
Ahle Wurscht die Zweite
Im vorletzten Newsletter haben wir Ihnen empfohlen, einen kulinarischen Ausflug ins hessische Melsungen zu machen. Die Veranstaltung war ein grosser Erfolg und es soll am Schluss keine hungrigen Besucher mehr gegeben haben. Der Publikumspreis "Das Beste aus Nordhessen 2007" aus den Kategorien Wurst, Käse, Brot und Alkoholisches sollte in den nächsten Tagen auf "Nordhessen geschmackvoll" zu finden sein, vielleicht haben ja auch Sie abgestimmt.
Birnen und ein goldner Herbst
Was passte besser zu sonnigem Herbstwetter als das Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland": "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand, Und kam die goldene Herbsteszeit Und die Birnen leuchteten weit und breit". So lautet der Anfang des von Dichter Theodor Fontane 1889 geschriebenen Gedichtes. Fontane machte so den Ort Ribbeck im Havelland und seinen Patron (Hans Georg von Ribbeck 1689-1759) weltweit bekannt. Sein Gedicht beruht auf einer alten Sage, die man sich seit alters her in Ribbeck erzählt. Heute ist Ribbeck ein Ortsteil der Stadt Nauen. Die Familie von Ribbeck macht übrigens immer noch in Birnen. Edle Brände und feine Essige alles aus Ribbecks Birnen, handverarbeitet. Wir haben zwar diesmal keinen direkten Veranstaltungstipp für Sie zur Hand, aber vielleicht sind Sie ja an der Gegend westlich von Berlin und Potsdam interessiert. Das Havelland bietet neben der schönen Natur und dem original Birnbaum auch viele interessante Menschen, die Sie auch bei uns kennen lernen können.
Und hier zum Schluss das Gedicht in seiner vollen Pracht:
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«
So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«
So klagten die Kinder. Das war nicht recht -
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn' ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.
Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet's wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,
So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«
So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.
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