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Donnerstag, 9. August 2007
Probieren Sie es mit einem Lächeln!
Liebe Leser,
wussten Sie, dass das Lächeln ursprünglich eine Unterwürfigkeitsgebärde
war? Tja, heute kann man das sicher anders sehen. Flirten ohne ein
Lächeln ist schlechterdings unmöglich. Auch im Internet. Gut, dass sich
schlaue Köpfe schon vor 25 Jahren den Kopf darüber zerbrochen haben,
wie Sie das Lächeln ins Netz bekommen. Allerdings ist die digitale
Version dieser Geste nicht überall gleich. Ausgerechnet im Land des
Lächelns wird im Internet ganz anders gelächelt. Aber lesen Sie selbst
...
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr ICONY-Team
Einfach lächeln
Lächeln ist wirklich ganz, ganz einfach. Entgegen der landläufigen
Meinung, dass man für ein Lächeln 17 Muskeln braucht (und für ein
ernstes Gesicht 43), benötigt man derer nur zwei. Ein einfaches Lächeln
bekommt man schon mit einem Muskel hin, dem zygomaticus major. Ein
wirklich freudiges Lächeln erfordert noch zusätzlich den orbicularis
oculi. Will sagen: für beides reichen ein bis zwei Muskeln.
Das soll beim Online-Flirt natürlich nicht komplizierter sein! Daher
haben wir das Lächeln auf ICONY ebenfalls so einfach wie möglich
gemacht. Wie das geht? Mit einem Klick! Auf allen Visitenkarten sehen
Sie am rechten Rand das Smiley-Symbol. Drüberfahren, draufklicken -
fertig! Schon erhält Ihr Gegenüber ein unverbindliches Lächeln. Und
keine Sorge: wir führen über Ihre Zuwendungen Buch, damit Sie immer
wissen, wann Sie wen angelächelt haben und wer wiederum Ihnen ein
Lächeln gesandt hat.
Aber auch in Messages, Chats und SMS hat diese nette Geste Einzug
gehalten - und zwar schon vor ziemlich langer Zeit in Form lustiger
Zeichenkombinationen. Und die sollte man als Internet-Flirter natürlich
kennen.
Happy Birthday, Seitwärts-Smiley!
Wussten Sie eigentlich, dass wir dieses Jahr einen ganz besonderen
Geburtstag zu feiern haben? Und zwar von jemandem, dem Sie bestimmt
auch schon ziemlich häufig begegnet sind? Die Rede ist vom viel
benutzten Emoticon
halten Sie sich fest! - einem Vierteljahrhundert aus der Taufe gehoben,
also lange vor Online-Dating und privaten Emails. Und zwar - wie könnte
es anders sein! - von einem Informatiker.
Sogar die exakte Geburtsstunde des freundlichen Zeichens lässt sich
recherchieren: genau am 19. September 1982 um 11:44 Uhr erblickte das
Kerlchen das Licht des Bildschirms. Wer's nicht glaubt, kann sich die
Original-Message des stolzen Papas Scott Fahlman hier
anschauen. Anlass des freudigen Ereignisses war eine Diskussion
zwischen Informatikern innerhalb eines Online-Forums an der Carnegie
Mellon Universität über eine völlig absurde Versuchsanordnung für ein
Physikexperiment: "Eine Kerze brennt an einem Wandhalter in einem
Fahrstuhl, ein Tropfen Quecksilber liegt auf dem Boden. Was passiert
mit dem Quecksilber, wenn das Fahrstuhlkabel reißt?" Das Ganze war als
Scherz gemeint, wurde aber von einigen ernst genommen - Grund genug für
die Herren Informatiker, sich gleich in die nächste Diskussion zu
stürzen: Wie kann man im rein textbasierten Internet etwas als
scherzhaft gemeint oder Humor kennzeichnen, um künftig solche
Missverständnisse auszuschließen? (Es drängt sich schon der Gedanke
auf, ob die Informatiker an besagter Universität eigentlich genügend
mit Arbeit ausgelastet sind, aber das ist eine andere Frage ...) Man
sammelte die unterschiedlichsten Vorschläge: ein Sternchen in der
Betreffzeile jeder Nachricht, die als Witz gemeint ist, beispielsweise,
oder ein Rautenzeichen (#), das mit einiger Fantasie als Zähne zwischen
grinsenden Lippen wahrgenommen werden kann. Schließlich hatte Scott
Fahlman die zündende Idee, den Kopf seitwärts zu legen und das bis
heute gängige Symbol
Vorschlag verbreitete sich wie ein Lauffeuer und wurde innerhalb der
Universität und schnell auch in anderen Einrichtungen als
"Kommunikations-Durchbruch" gefeiert.
Mittlerweile hat
findige Köpfe entwickelten im Laufe der Zeit Unmengen von (mehr oder
weniger sinnvollen) Smiley-Variationen, z. B.
:-Q - Raucher
:'-) - vor Freude weinen
Einer zünftigen Geburtstagsparty aller Smileys steht also nichts im
Wege! Wir gratulieren herzlich und sind froh, dass es die netten
Zeichen gibt - das Netz und besonders der Online-Flirt wären ärmer ohne
sie!
Smileys aus dem Land des Lächelns
Und da wir gerade so schön beim Thema Emoticons sind, wollen wir Ihnen
gleich auch noch ein paar Flirttipps für den Fall mitgeben, dass Ihr/e
nächste/r Flirtpartner/in aus dem Land der aufgehenden Sonne stammen
sollte. Da würden Sie nämlich mit den für uns geläufigen Smileys auf
kopfschüttelndes Unverständnis treffen! Japanische Emoticons kann man
lesen, ohne den Kopf drehen zu müssen. Ein paar Beispiele gefällig?
(^-^) - Lächeln (eines Mannes)
(^.^) - Lächeln (einer Frau)
(^_~) - zuzwinkern
(ó_ò) - bin traurig
(@-@) - bin verwirrt
(O_O) - bin erstaunt
(-.-) - das finde ich doof
(ò_ó) - jetzt bin ich sauer!
Ist Ihnen der Unterschied aufgefallen? Richtig: westliche Emoticons
konzentrieren sich im Ausdruck eher auf die Darstellung des Mundes,
während bei den Japanern vor allem über die Augen gezeigt wird, was der
andere fühlt. Sehr nett auch die Unterscheidung zwischen männlichem und
weiblichem Smiley - einmal ein breites Grinsen, einmal ein scheues
kleines Lächeln ganz ohne die Zähne zu zeigen ... In Japan lassen sich
auch kompliziertere Abläufe in Emoticons ausdrücken:
(+.+)(-.-)( ) - bedeutet: ich erkenne meinen Fehler und entschuldige (verbeuge) mich!
ø(.. ) - bedeutet: ich notiere das
Ach so, und natürlich das wichtigste Emoticon von allen, falls Sie tatsächlich
für eine/n Japaner/in schwärmen sollten:
(3>_<3) - bedeutet: ich bin verliebt ...
So, und ganz zum Abschluss noch ein kleines Rätsel für unsere Tüftler
und Knobler auf ICONY! Welcher Satz verbirgt sich hinter der
Aneinanderreihung folgender Emoticons?
#-) %-\ :-~)
Viel Spaß beim Raten!
Geschrieben von ICONY Redaktion
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Tags für diesen Artikel: chat, community, geburtstag, grin, hilfe, japan, jubiläum, scott fahlman, smileys, sms
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